ein neues Parlament. Zu vergeben sind 350 Sitze im Abgeordnetenhaus und 208 im Senat, wahlberechtigt sind 35 Millionen Menschen.

Ob es dabei zu einem Regierungswechsel kommt ist offen; die spanischen Sozialisten führen in Umfragen knapp vor der konservativen Volkspartei.

Die Wahl wird überschattet von der Ermordung eines früheren sozialistischen Kommunalpolitikers. Zapatero und Oppositionsführer Rajoy von der konservativen Volkspartei hatten den Wahlkampf daraufhin abgebrochen.

Wer sich nochmal einen Überblick über Spaniens Parteienlandschaft verschaffen will, dem sei dieser Wikipedia-Artikel empfohlen.

Sobald Wahlergebnisse vorliegen, sind sie z.B. beim Ministerio de Interior einzusehen.

Ostern naht. Heute sind es noch 13 Tage, wie man der Website zu den Feierlichkeiten in Tarragona entnehmen kann.

Auf der Website gibt es ein ausführliches Programm und viele Fotos.

Ein Video von der Prozession 2007 gibt es hier zu sehen:

Im März 2008 gibt es drei tolle Dokumentationen über Katalonien im deutschen Fernsehen:

Land der Liebe und der Rebellion - Katalonien

Sonntag, 16.03.2008 - 10 Uhr - hr
Sie lieben ihr Land und beklagen jegliche Fremdherrschaft. Wie kaum ein anderes Volk in Europa berufen sich die Katalanen auf ihre eigene Kultur, vor allem auf ihre eigene Sprache. Sänger wie Raimon, Maria del Mar Bonet, Lluis Llach haben während der spanischen Diktatur unter General Franco, in der nur spanisch erlaubt war, öffentlich Widerstandslieder in ihrer Heimatsprache zu singen begonnen und wurden dafür verfolgt. Doch der Siegeszug des Nova Cançó, dieser aggressiven, gefühlvollen, aufrüttelnden Protestlieder, war unaufhaltsam. Zunächst traten die Sänger zu Beginn der sechziger Jahre in den Hinterstuben von Gasthäusern auf, nach und nach aber füllten sie ganze Sportarenen, und die Lieder wurden zum Inbegriff der katalanischen Identität. Heute begeistert eine junge Generation von Musikern und Sängern die katalanische Jugend und kämpft für das Überleben der alten katalanischen Kultur, allen voran die Gruppe “Obrint Pas” aus Valencia. Der Film von Henning Burk stellt sowohl die älteren Sänger des Nova Cançó wie auch die energiegeladenen jungen Gruppen vor, und dies vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Herkunft, den Landschaften, in der katalanisch gesprochen wird: in Südfrankreich, auf den Balearen, in Valencia und in der eigentlichen Urregion “Katalonien”. Der Film macht deutlich, warum dieses für Europa so ungewöhnliche Volk eisern und leidenschaftlich auf seiner Sprache beharrt und seine Identität und Unabhängigkeit zu bewahren sucht. Während die alten Protestsänger zum Umsturz der Franco-Diktatur aufriefen, erkennen die jungen in der überwundenen Diktatur nur eine logische Konsequenz des globalen Kapitalismus, der jegliche Einzelkultur durch seine Eindimensionalität auszulöschen droht. Dagegen singen viele der jungen Musikgruppen an, natürlich ausschließlich in katalanischer Sprache.

Planet Wissen

Dienstag, 18.03.2008 - 15 Uhr - WDR und 21:45 - BR alpha
Mittwoch, 19.03.2008 - 4 Uhr - WDR und 7:20 Uhr - WDR und 14:15 rbb
Sonntag, 23.03.2008 - 8:00 - EinsPlus

“T’estimo” heißt “Ich liebe dich” auf katalanisch, der Sprache Kataloniens. “Planet Wissen” zeigt, was die Region so liebenswert macht, wie dort Tradition und Moderne auf faszinierende Weise verschmelzen wie nirgendwo in Spanien und weshalb Katalonien die wirtschaftlich reichste Region der iberischen Halbinsel ist. Die Katalanen sind inzwischen auch innerhalb Spaniens als eigene Nation anerkannt - dennoch: In Katalonien wären nicht wenige am liebsten unabhängig - stellt das die Einwohner auf die Zerreißprobe? Barcelona hat Paris als beliebtestes Reiseziel abgelöst, denn hier gibt es alles, was zur Zeit angesagt ist: Kunst, Musik, Theater und die schrägsten Spitzenköche der Welt. Zu Gast im Studio sind der berühmte Katalanist Prof. Didac Stegmann und der Journalist Thomas Eßer, der in Katalonien lebt und die katalanische Küche zum Nachkochen vorstellt.

Castells, menschliche Türme

05.03.2008: 2:00
06.03.2008: 5:30 und 15:00
07.03.2008: 13:30
09.03.2008: 5:30
10.03.2008: 9:00
11.03.2008: 7:00

jeweils auf einsfestival

In Katalonien gibt es eine alte Tradition: Castells, Türme, die aus Menschen gebildet werden. Mit bis zu zehn Meter hohen Kolossen treten die einzelnen Turmbaugruppen auf den Marktplätzen der Region gegeneinander an.
Die Kleinstadt Valls, nördlich von Tarragona gelegen, ist die Wiege der Casteller, so behaupten es jedenfalls die Einwohner, und so versuchen es die beiden hier beheimateten Vereine ‘Colla joves’ und ‘Colla vella’ mit herausragenden Leistungen immer wieder zu beweisen.

Vom Beginn dieser Tradition vor etwa 200 Jahren bis heute gehören die beiden Gruppen zu den Top-Vier unter den Turmbauern und Valls zu einer Art Epizentrum dieser Bewegung, die mal mehr, mal weniger politisch, dann wieder sportlich und vom Wettbewerb getrieben, aber immer von großer gesellschaftlicher Bedeutung für die Einwohner war. Casteller zu sein bedeutet nicht nur, auf Türme zu steigen, es bedeutet vor allem die Bereitschaft, seinen Platz in einem allumfassenden Vereinsleben zu belegen und einen hohen Grad an Einsatz für eine abstrakte Idee zu bringen - sei es die eines Turms oder die eines Gemeinsinns. Ganze Familien sind so schon im Laufe der Zeit, angefangen als Kleinkinder in der Spitze, den Turm hinunter bis in die Basis gewandert. ‘Diese Familien schlagen ihre Wurzeln nach unten und nur das hält die Colla am Leben’, sagt Jordi, heute siebzig, der selbst einmal die Turmspitze bildete. Eine ganze Saison begleitet der Film die ‘Colla Jove’ durch das zähe Ringen nach den richtigen Entscheidungen und die vielen Konflikte vor und während der Wettbewerbe.

Als ein fünfjähriges Mädchen seinen Dienst verweigert, gerät die ganze Colla in Schieflage, geplante Türme müssen umdisponiert werden und der Kindertrainer steht in der Kritik. Die Niederlage beim wichtigen Derby gegen den Stadtrivalen scheint vorprogrammiert.
Der Film ‘Castells’ wurde beim Dokfest München 2006 mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: ‘ ‘Castells’ ist ein seltener und fesselnder Film über ein Ritual in einer Kleinstadt in Katalonien, menschliche Türme zu bauen. Es ist eine universelle Geschichte über eine Gemeinschaft mit einer starken Basis und der Zukunft an der Spitze. Die Filmemacher erschaffen ein wunderbar gebautes Bild einer Gruppe, die auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel ist. Durch den Erzählstil des Filmes werden wir Teil dieses Prozesses, wir erleben die Ambivalenz, mal teilen wir die gleichen Gefühle, mal sind wir entfernt aus persönlicher Furcht. Die Geschichte ist richtiges Kino im besten, professionellen Sinne, mit einem aufregenden Plot, ausgezeichneter Kamera, Schnitt und Ton. Die Jury beschloss einstimmig, diesen Film als herausragendes, positives Beispiel für das kreative Dokumentarfilm-Machen auszuzeichnen.

Nachtrag: Wer den Film verpaßt hat - es gibt ihn auch als DVD! Mehr dazu hier.

Ist das ein toller Film! Die Kamera begleitet die Colla Joves Xiquets de Valls und schaut hinter die Kulissen.

Wer sich auch nur annähernd für Castells interessiert, MUSS ihn einfach anschauen! Hier die Sendezeiten:

Zu den folgenden Terminen auf eins festival:

05.03.2008: 2:00
06.03.2008: 5:30 und 15:00
07.03.2008: 13:30
09.03.2008: 5:30
10.03.2008: 9:00
11.03.2008: 7:00

Mehr Informationen zum Film hier.

Ich bin total begeistert - ein wirklich toller Film!

Nachtrag: Wer den Film verpaßt hat - es gibt ihn auch als DVD! Mehr dazu hier.

In dieser Woche beginnen in verschiedenen Orten die Passionsspiele.

Am kommenden Wochenende gibt es an zwei Orten Castells zu sehen - mehr dazu hier.

Für Leckermäuler könnten diese Veranstaltungen von Interesse sein:

Jedes Jahr veranstaltet Tarragona “Tarraco Viva”. Tarraco ist der römische Name Tarragonas und im Rahmen von Tarraco Viva werden die römsichen Zeiten wieder lebendig.

Wie das im vergangenen und im vorletzten Jahr aussah, kann man z.B. hier anschauen. Das Historische Museum Tarragona informiert über das Programm, derzeit ist aber noch das Programm vom letzten Jahr eingebunden.

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